Was versteht man unter dem Begriff „Passivhaus“?

Passivhaus | SCHÖNES ZUHAUSE

Passivhaus | Foto: Johannes-Gerstenberg - pixelio.de

Das Passivhaus – Energiesparend und behaglich

Ein Passivhaus verbraucht im Vergleich zu einem durchschnittlichen Neubau etwa 75 Prozent weniger Heizwärme und 90 Prozent weniger als ein Haus im Baubestand. Ein Passivhaus verbraucht sogar weitaus weniger Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche, als ein Niedrigenergiehaus.

Bei einem Passivhaus wird die Heizung wesentlich vereinfacht, denn ein Passivhaus nutzt die Energiequellen seines Innerem. Diese Energiequellen sind beispielsweise die Körperwärme der Personen oder die einfallende Wärme der Sonne. Möglich machen dies spezielle Fenster und eine hochwirksame Wärmedämmung der gesamten Gebäudehülle. Eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung wird durch eine besondere Lüftungsanlage erreicht. Diese Lüftungsanlage sorgt permanent für Frischluft frei von Zugerscheinungen und die Wärme der Abluft wird wieder verfügbar gemacht.

Viele Passivhäuser verzichten heute völlig auf fossile Energieträger und nutzen stattdessen regenerative Quellen wie Wärmepumpen und Solarthermie.

Nicht nur die Energieeinsparung steht bei einem Passivhaus an erster Stelle, sondern auch die damit verbundene Behaglichkeit. Die Behaglichkeit wird durch viele, individuelle sinnliche Wahrnehmungen bestimmt. Die Farbe der Umgebung spielt für die Behaglichkeit auch eine wesentliche Rolle. Eine optimale thermische Behaglichkeit wird dann empfunden, wenn die Wärmeproduktion mit der Wärmeabgabe des menschlichen Körpers in Balance steht. Bestimmt wird dies durch die Lufttemperatur, die Temperatur der Umgebungsflächen/Strahlungstemperatur, der Luftfeuchtigkeit und die Luftgeschwindigkeit innerhalb des Hauses.

Werbung:

In einem Passivhaus werden die Kriterien der Behaglichkeit optimal und automatisch erfüllt. Durch die bessere Wärmedämmung eines Passivhauses (unabhängig an welchem Außenbauteil) wird der Wärmestrom von innen nach außen verringert. Aus diesem Grund ist auch der Wärmestrom vom Inneren des Hauses an die Innenoberflächen der Außenbauteile geringer. Das bedeutet in anderen Worten ausgedrückt, dass die Temperaturdifferenz zwischen den Oberflächen im Raum und der Raumluft sowie der Innenoberflächen der besser gedämmten Bauteile abnimmt.Der geringe Temperaturunterschied von den Innenoberflächen der sehr gut gedämmten Außenbauteile und den der übrigen Temperaturen im Raum ist bei einem Passivhaus sowohl im Winter als auch im Sommer gewährleistet.

Passivhaus bedeutet ein Optimum an:

Welche Vorteile und Nachteile gibt es bei einem Passivhaus?

Mögliche Nachteile eines Passivhauses sind unter anderem:

Tipp: Der Begriff „Passivhaus“ ist gesetzlich nicht geschützt. Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten beim Kauf von Baumaterialien mit der Bezeichnung „Passivhaus“ oder beim Anschließen eines Kaufvertrages für ein schlüsselfertiges Passivhaus – denn Passivhaus ist nicht gleich Passivhaus! Im Zweifelsfall lassen Sie sich beim Verband Privater Bauherren (VPB) beraten.

Veröffentlicht: von Markus Zarte in Kategorie: Nachhaltiges Bauen, Spezials | Tags: , , , . | Artikel bookmarken.

Das könnte Ihnen auch gefallen


Ein Kommentar zu Was versteht man unter dem Begriff „Passivhaus“?

  1. Pingback: Passivhaustagebuch

Hinterlasse eine Antwort

Folgen Sie SCHÖNES ZUHAUSE

Mit unserem monatlichen Newsletter informieren wir sie über aktuelle Trends und Hintergründe zu den Themen Entschleunigung, Nachhaltigkeit, Ökologie und Bio. Erfahren sie, wie sie an attraktiven Promotions und regelmäßigen Gewinnspielen teilnehmen können.

» Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren.

Facebook Twitter RSS-Feed