Öko-Gas – Lohnt sich der Umstieg?

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Öko-Gas – Aus Umweltsicht auf jeden Fall interessant

Das gesetzlich verankerte Durchleitungsrecht greift nicht nur bei den Kommunikatonsdienstleistern und den Stromlieferanten. Auch beim Bezug von Gas für die Beheizung und zum Kochen hat der Kunde schon lange nicht mehr nur die Wahl aus den in der Region ansässigen Lieferanten. Er kann sich auch überregional umschauen und dabei die Umwelt und den eigenen Geldbeutel schonen.

Was versteht man eigentlich unter Öko-Gas?

Als Öko-Gas wird üblicherweise Gas bezeichnet, das umweltfreundlich erzeugt wird. Der Schwerpunkt in Deutschland liegt dabei eindeutig bei der Vergärung von Biomasse. Das heißt, zur Erzeugung des Brennstoffs werden die Abfallprodukte aus der Landwirtschaft verwendet. Das können sowohl tierische als auch pflanzliche Abfälle als auch Mischungen daraus sein. Ein Beispiel für einen Stoffmix ist das Stroh, das beim Ausmisten von Stallungen für Schweine und Rinder anfällt. Dabei wird in lebende und tote Biomasse unterschieden.

Öko-Gas wird alternativ auch als Biogas bezeichnet. Es enthält durchschnittlich 60 Prozent Methan. Der Anteil an Kohlendioxid beträgt im Schnitt 35 Prozent. Hinzu kommen Wasserdampf, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff sowie Ammoniak und Schwefelwasserstoff in einem wesentlich geringeren Anteil. Bevor das Bio-Gas als Öko-Gas eingespeist werden kann, muss es entschwefelt, getrocknet und konditioniert werden.

Die Wirtschaftlichkeit von Öko-Gas

Der Verbraucher kann sich bei einem Vergleich zum Öko-Gas Tarife sichern, deren Preise kaum noch spürbar über denen des traditionell hergestellten Heizgases liegen. Der Umstieg af Öko-Gas ist vor allem wegen der damit verbundenen Umweltschutzaspekte und der Schonung der Reserven an fossilen Brennstoffen lohnenswert. Bei der Erzeugung von Bio-Gas werden Ressourcen verwendet, die immer wieder neu vor allem durch die gewerbliche Tierzucht für die Absicherung der Ernährung des Menschen anfallen.

Die Rentabilität der Anlagen zur Erzeugung von Öko-Gas aus Biomasse ist allein schon deshalb gegeben, weil neben bei der Gaserzeugung als Abfallprodukt Wärme anfällt, die ebenfalls beispielsweise für die Beheizung von Ställen oder Verwaltungsgebäuden genutzt werden kann. Daraus entsteht ein doppelter Effekt bei der Schonung der Umwelt. Und genau weil das Bio-Gas so umweltfreundlich ist, hat sich die deutsche Bundesregierung ein hohes Ziel gesetzt. Bis 2020 soll eine jährliche Produktionsrate von sechs Milliarden Kubikmetern Bio-Gas erreicht werden. Bei der aktuellen Durchschnittsproduktion einer Bio-Gas-Anlage würde das bedeuten, dass der Bestand an solchen Anlagen von derzeit rund 50 Anlagen auf mindestens 1.500 gesteigert werden müsste.

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