Nachtschaltung bei Heizung und Warmwasser
Wenn es um das Thema Energiekosten geht, dann schlagen natürlich die Heizkosten und die Kosten der Aufbereitung des Warmwassers besonders heftig zu Buche. Die Heizkosten können mit mehreren Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Sie beginnen bereits beim Bau, wo auf besonders gute Isolierungen geachtet werden muss. Das trifft nicht nur auf die Außenhaut des Gebäudes selbst, sondern auch auf die Zuleitungen für die Heizungen und die Entnahmestellen für Warmwasser zu. Auch mit kleinen Querschnitten der Zuleitungen kann man hier viel bewirken.
Etwas umstritten sind die Nachtschaltungen für Heizung und Warmwasser. Die meisten Laien gehen davon aus, dass es hier zu einer kompletten Abschaltung kommt und der Kessel bis zur Raumtemperatur auskühlen kann. Das ist aber kaum der Fall. In der Regel kommt es lediglich zu einer Absenkung der Solltemperatur. Diese bezieht sich auf die Temperatur, die im Kessel selbst herrscht. Sie kann vom Techniker nach eigenem Ermessen und in Abhängigkeit von den Bedürfnissen der angeschlossenen Nutzer reduziert werden. Meistens wird eine Differenz von fünfzehn bis zwanzig Grad Celsius verwendet. Beim Warmwasserkessel wird nachts häufig einerseits die Solltemperatur reduziert und andererseits die Vorrangschaltung deaktiviert. Letzteres macht allein schon deshalb Sinn, weil nachts deutlich geringere Mengen entnommen werden und der Kessel nicht innerhalb kurzer Zeit wieder den maximalen Vorrat an Warmwasser zur Verfügung stellen muss.
Solche Nachtschaltungen machen sowohl in großen Wohnblöcken als auch in Eigenheimen Sinn. Und man muss nicht befürchten, dass man morgens im Kalten aufstehen muss. Dafür sorgen Zeitschaltungen, über die ein Vorlauf geschaffen werden kann. Allerdings sollte dieser zeitliche Vorlauf ganz genau an die Bedingungen der einzelnen Heiz- und Warmwasserkreisläufe angepasst werden. Das ist vor allem dort der Fall, wo mit Schichtenspeichern und einer Heizung im Niedertemperaturbereich gearbeitet wird. Bei den modernen Blockheizkraftwerken, bei denen die Wärmeversorgung mit Dampf erfolgt, sind keine Vorlaufzeiten notwendig und die Nachtschaltungen machen wirtschaftlich einen noch größeren Sinn.
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