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Fensterläden gekonnt aufarbeiten

Fensterläden gekonnt aufarbeiten | SchoenesZuhause.comVor allem in den ländlichen Räumen und in Alpennähe sind viele ältere Gebäude noch mit traditionellen Fensterläden aus Holz ausgestattet. Nun könnte es den Besitzer sicher reizen, sie gegen moderne Rollläden aus Metall und Kunststoff auszutauschen, weil diese ein höheres Maß als die Fensterläden an thermischer Isolation aufweisen und auch potentiellen Einbrechern mehr Widerstand entgegen zu setzen haben. Auch lassen sie sich mit elektronischen Hilfen automatisch öffnen und schließen. Doch auf vielen Gebäuden lasten Auflagen des Denkmalschutzes und die Fensterläden müssen erhalten bleiben. Außerdem gehören sie von der Optik her zu einigen Baustilen einfach untrennbar dazu.

So arbeiten Sie Fensterläden gekonnt auf

Beim Aufarbeiten dieser Fensterläden sind mehrere Schritte notwendig. Zuerst einmal müssen sie vorsichtig aus den Angeln gehoben werden. Oftmals sind die Scharniere fest gerostet. Dann hilft es, sie einen Tag vorher mit Kriechöl einzusprühen und ohne Kraftaufwand hin und her zu schwenken. Auch beim Ausheben sollten schwer gängige Fensterläden nicht nur nach oben gedrückt, sondern auch horizontal geschwenkt werden. Damit lassen sich angerostete Stellen besser lösen, ohne dass man Gefahr läuft, den Rahmen zu zerbrechen.

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Nun heißt es, der alten Farbe zu Leibe zu rücken. Mit Drahtbürste und groben Schleifpapier kann man lose Farbe zuerst einmal grob beseitigen. Anschließend können die Flächen mit einem Bandschleifer bearbeitet werden. Dabei darf nicht allzu viel Druck ausgeübt werden, um das Holz nicht zu beschädigen. Brüchige Lamellen oder gebrochene Rahmen sollten von einem Tischler fachkundig repariert werden.

Sind Scharniere angebrochen, verformt oder zu stark verrostet, sollten sie ebenfalls ausgetauscht werden. Als Alternative kann man hier notfalls zu den Befestigungssystemen für Stall- und Kellertüren greifen. Ansonsten sollten die Scharniere komplett entrostet, von alter Farbe befreit, an den Außenseiten neu gestrichen und die Hülsen gefettet werden.

Nun geht es ans streichen

Danach werden die geschliffenen Flächen neu gestrichen. Dabei empfiehlt es sich, zuerst eine Grundierung und danach einen wasserabweisenden Lack aufzubringen. Größere Flächen können mit einer Schaumstoffwalze und kleinere Flächen mit einem Pinsel bearbeitet werden. Sollen die Fensterläden mehrfarbig gestaltet werden, wird zuerst abgeklebt und dann eine Farbe gestrichen. Dann sind die Klebebänder sofort wieder zu entfernen. Nach dem kompletten Austrocknen kann die nächste Farbe in Angriff genommen werden. Am besten macht sich eine horizontale Lagerung beim Streichen, weil es dabei nicht zur Ausbildung unschöner Nasen kommt.

Sollen auf die Fensterläden Motive aufgebracht werden, dann kann man dafür Schablonen nutzen. Am besten eignet sich dafür der Ausdruck der Motive auf Haftfolien. (Bitte nicht verwechseln mit selbst klebenden Folien!) Danach werden die Motive so ausgeschnitten, dass die Umrandung vollständig erhalten bleibt. Sie werden auf die Fensterläden aufgelegt und können übersprüht oder überpinselt werden. Man beachte bitte, dass man dabei für jede zu verarbeitende Farbe eine separate Motivfolie benötigt, bei der immer nur die Motive ausgeschnitten werden, die in der jeweiligen Farbe erscheinen sollen.

© Artikelbild “Fensterläden gekonnt aufarbeiten”: Angelina Ströbel | pixelio.de

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