Die eigenen Vorstellungen erkennen (4)

Hier noch mehr Fragen, die Sie sich beantworten müssen, um wirklich zu wissen, was Sie eigentlich wollen.

Wie groß sollen/müssen die einzelnen Räume sein? Denken Sie daran, dass die Kinderzimmer nicht zu klein sein dürfen.

Gibt es Möbel oder sonstige Einrichtungsgegenstände mit ungewöhnlichen Abmessungen (z.B. Länge oder Höhe) aus Ihrer bisherigen Wohnung, die auf alle Fälle in Ihrem neuen Haus einen geeigneten Platz finden müssen?

Wie wollen Sie sich einrichten, wenn Sie sich Neues kaufen?

Welches Heizmedium Öl, Gas, Strom, Fernwärme, Holz oder Pelletts soll zur Ausführung kommen, ist die entsprechende Variante auf Ihrem Grundstück überhaupt erlaubt?

Wie viele Flächen benötigen Sie für Tanks (Keller, Erdtank, oberirdisch, Pellettlager oder Holzlager?

Wie viele Garagen oder Carports bzw. Stellplätze benötigen Sie, sollen diese ins Haus integriert werden oder ans Haus angebaut werden? In vielen Fällen reicht heute eine Doppelgarage nicht mehr, ich habe für unsere Oldtimer extra noch eine Scheune angemietet.

Wo sollen Balkone platziert werden, wie groß sollen diese sein, von welchen Räumen aus sollen diese begehbar sein? Sollen die Balkone ganz oder teilwweise überdacht sein?

Wintergarten l top10 immobilien blog ©walker

Wünschen Sie zusätzliche architektonische Besonderheiten wie Erker, Windfang oder Wintergarten?

Beschreiben Sie genau, welche Baustoffe Sie in Ihrem Haus verwenden und welche auf keinen Fall in Ihrem Haus zur Ausführung kommen sollen, insbesondere gilt dies für Wandbaustoffe, Dacheindeckung, Dämmstoffe als auch für Heizungs-, Sanitär- und Elektroleitungen oder Türen und Fenster.

Wie sollen die  Wände ausgeführt werden sollen, mit Muster- oder Raufasertapete, oder evtl. mit Strukturputz, der aber u.U. schnell staubig wird und sich schlecht säubern lässt.

Welche Bodenbeläge sollen zur Ausführung kommen, Fliesen, Teppichboden, PVC, Linoleum, Laminat oder Parkett? Denken Sie dabei auch an die Schallübertragung, wenn mehrere Personen im Haushalt leben. Ich empfinde es z.B. bei Laminat als irritierend, wenn ich jeden Tapser unseres kleinen Hundes überdeutlich höre – so erlebt in diversen Ferienwohnungen.

Machen Sie sich intensiv Gedanken über die Elektroinstallation. Hängende Leitungen an der Decke oder überall herumliegende Verlängerungskabel sind meist weniger schön und zusätzlich oft unfallträchtig. Beachten Sie dabei auch die für moderne Medien notwendigen Verkabelungen.

Nicht unerheblich für Ihr Wohlbefinden ist die Art der Heizung, z.B. hat eine Fußbodenheizung manche Vorteile. In der Übergangszeit und im Winter ist ein warmer Boden durchaus angenehm. Sie können daher auch mehr Räume mit Fliesen auslegen, und Sie haben alle Wandflächen als Stellflächen zur Verfügung. Aber beachten Sie dabei, dass System bedint eine Fußbodenheizung immer deutlich träger ist als Heizkörper, dies gilt sowohl beim Aufheizen als auch beim Abkühlen.

In den Zeiten immer steigender Energiekosten sollten Sie auch überlegen, ob und welche Formen der alternativen oder regenerativen Energiegewinnung, wie z.B. Solarenergie, Wärmerückgewinnung u.a.m. möglich und erlaubt sind. Rechnen Sie die Mehrbelastung genau durch, damit Sie wissen, ob sich diese Ausgaben in einem akzeptablen Zeitraum auch wirklich amortisieren.

Halten Sie Ihre Vorstellungen schriftlich fest, am besten mit der entsprechenden Begründung, damit Sie diese auch im Gespräch mit dem Planer parat haben und sich dieser intensiv damit beschäftigen kann.

Sie haben dann auch besser die Möglichkeit, sich mit den Hinweisen des Planers zu beschäftigen, Vielleicht gibt es dabei Aspekte, an die Sie noch nicht gedacht haben oder die von Ihnen anders bewertet wurden.

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